Women’s Cycling Guide goes “E”


Women’s Cycling Guide goes “E”

bleibt aber auch weiterhin bei “normalen” Fahrrädern

Blick über den Schwarzwald

Eigentlich habe ich mich schon in einem meiner letzten Beiträge geoutet: mein achtes Fahrrad hat tatsächlich einen Motor!

Nachdem ich einige Jahre über E-Bikes gelästert habe, bin ich nun auch ab und zu mit Strom unterwegs. Ich habe kein Auto und bin wahrscheinlich schon mehr Kilometer mit “Bio”-Rad gefahren, als jede von Euch. Deswegen habe ich nicht das Gefühl, ich muss mich rechtfertigen. 

Da ich sowieso mal wieder ein Mountainbike haben wollte, wurde es ein E-MTB.

Ein Rädlein steht im Walde…

Ich möchte Euch meine bisherigen Erfahrungen nicht vorenthalten. Vielleicht überlegt sich die eine oder andere, ob sie sich ein E-Bike zulegen soll oder nicht. 

Was ich liebe

Bei meiner ersten Testfahrt bin ich mir vorgekommen, wie ein Betrüger. Was soll das, ich trete nur ein bisschen und es geht ab wie nix. 

Es blieb aber nicht bei dieser ersten Testfahrt. 

macht einfach Spaß

Mittlerweile habe ich fast das Gefühl, immer mit Rückenwind zu fahren. Es ist nur noch besser.

Gegenwind und die von mir gar nicht so geliebten Auf und Abs können meine Laune nicht mehr trüben. Ich sehe es jetzt als Herausforderung an, sie am Schnellsten und Energieeffizientesten zu bewältigen. 

Mit E-Bike besser nicht weiter

Da ich kein Auto habe, erspart mir mein E-Bike manche Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Länger kann ich nun bei Freunden verweilen, ich bin ja schneller zurück. 

Bei jedem neuen Fahrrad eröffnet sich für mich eine neue Welt. Vor 20 Jahren, als ich mein erstes Mountainbike gekauft habe, konnte ich endlich quer durch den Schwarzwald düsen.

Noch mehr Berge im Schwarzwald

Vor 15 Jahren kam dann mein Rennrad dazu. Lange Strecken, zwar auf festen Straßen, konnte ich schnell bewältigen. 

Die Welten, die sich mir mit meinen Reiserädern erschlossen haben, brauche ich hier wohl nicht mehr zu erwähnen. 

Jetzt das E-Bike. Es gibt noch so viele wunderbare Ecken, die ich noch nicht erradelt hatte. Eigentlich bin ich ein sehr bequemer Mensch. Nun ist kein Berg, keine Aussichtsplattform zu steil, zu lang oder einfach zu hoch für mich. Leider nur solange der Akku reicht

Was ich nicht so mag

Ja, das ist ein Punkt, den ich so überhaupt nicht mag. Anstatt mir die gefahrenen Kilometer anzeigen zu lassen, steht die Reichweite des Akkus auf dem Display. 

Zwar habe ich die App: “E-station”, wo mir Akku-Ladestationen angezeigt werden. Allerdings pflege ich zur Zeit nur die ein, die ich unterwegs sehe. Bisher kam ich zum Glück noch nicht in die Situation, wo ich Stunden warten musste, bis der Akku wieder halbwegs geladen war (Volle Ladezeit sind 3,5 – 4 Stunden).

Ladestationen für E-Bikes

Da ich immer weit kommen möchte, fahre ich meist im Eco-Mode. Über 100 Kilometer sind so durchaus machbar. Bei Gegenwind schalte ich aber schnell in einen höheren Modus. Dann ist der Akku ruckzuck alle. 

Das schwere Gewicht des E-Bikes macht mir nicht so viel aus. Mein voll bepacktes Reiserad ist noch schwerer. 

Kalorienverbrauch und Fitness

Fabio Schäfer hat in einem Video getest wie viele Kalorien in einem Parkur in 30 Minuten mit E-MTB und MTB verbraucht wurden. Das Ergebnis: 376 Kilokalorien zu 240 Kilokalorien. 

Zugegeben, Fabios Fahrstil haben wahrscheinlich die wenigsten von Euch. Ich zumindest nicht. Darum wird das Ergebnis bei anderen anders ausfallen. 

Richtig ist allerdings, man sollte das E-Bike mit höherer Trittfrequenz fahren, da es den Motor weniger belastet. Die meisten treten zu schwer in die Pedale. 

Nach einem halben bis ganzen Tag auf dem E-MTB, solange der Akku reicht, bin ich ganz schön fertig. Was wahrscheinlich hauptsächlich daran liegt, dass ich meistens im Eco Mode, mit weniger Motorunterstützung, fahre. Dass meine Kondition in den Wochen seit ich mein E-Bike habe, sich inzwischen so verschlechtert hat, glaube ich nicht. Täglich fahre immer noch “Bio”, in der Stadt, bei Strecken unter 10 Kilometern. 

Was das Fahren von Single-Trails angeht, muss man mit dem E-MTB fitter sein, weil man schneller unterwegs ist und, wie Fabio richtig bemerkt, das Gewicht des E-MTBs hier bemerkbar wird. Umso mehr und länger man auf dem Rad sitzt, desto besser und sicherer wird man. 

Schnellere Trittfrequenz

Das E-Bike kommt sicherlich mehr zum Einsatz, weil es einfach Spaß macht. 

Spaßfaktor

Nachdem ich mir nicht mehr wie ein Betrüger vorkomme, hat der Spaßfaktor nur eine Grenze: der Akku. 

Meine Lust, einfach spaßeshalber auf das Fahrrad zu steigen, ausgenommen mehrtägige, – wöchige – jährige Touren, hielt sich in Grenzen. Das, was ich mit den Bio-Bikes in der Gegend befahren wollte, kannte ich schon. 

Jetzt schwinge ich mich schon eher aufs E-Bike, weil es einfach Spaß macht und ich neue Gegenden erkunden kann. 

Fazit

Ich brauche das E-Bike für den täglichen Bedarf nicht. In der Stadt fahre ich nur mit meinen Bio-Fahrrädern. Außerdem habe ich mir (noch) ein Limit gesetzt: Was einfacher Weg unter 10 km ist, fahre ich nicht mit “E”

Für längere Touren mit Zelten bleibt auch das E-Bike zu Hause. Ich möchte mir die Freiheit nicht mit der Suche nach einer Steckdose einschränken lassen. Ausserdem genieße ich es dann, wieder langsam unterwegs zu sein. 

Meine Ostertour wäre mit “E” so nicht möglich gewesen. 

Ostertour
Mit Bio-Bike beim Wildzelten

Was für eine Meinung oder Erfahrung habt Ihr mit E-Bikes? 


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2 Gedanken zu “Women’s Cycling Guide goes “E”

  • Daniel

    Hallo Dorothee,

    starke Fotos und wirklich ein klasse Rad. Steht dir sehr gut und ich freue mich auf all die künftigen Blogposts und Impressionen.

    Viele Grüße aus Podgorica, Daniel.

    • doroFleck Autor des Beitrags

      Vielen Dank, Daniel. Ich lass Dich auch mal fahren, wenn Du in der Gegend bist.
      Es gibt sicherlich noch ein paar Blogposts mit „E“. Die interessanteren Touren, wie auch nach München, fahre ich mit „Bio“

      Grüße aus dem Schwarzwald,
      Dorothee