You must be fit!


„You must be fit! I never could do this!“

„You must be fit – Du musst ja ganz schön fit sein, ich könnte das niemals.“ Eine Aussage, die ich immer wieder zu hören bekomme! Woher kommt diese Annahme? Natürlich muss es einen tiefen Eindruck hinterlassen, wenn ich fernab jeglicher Zivilisation, dort wo Allrad-Fahrer nur in Gruppen durchfahren, überholt werde, ohne „Netz und doppelten Boden“.  Wie viel ich denn trainiert hätte, bevor ich losgefahren bin? Warum soll ich bitte extra trainieren? Ist die Tour selbst nicht Training genug? Natürlich fahre ich viel Fahrrad, weil es mir einfach Spass macht und ich kein Auto habe. Auch sonst habe ich nichts gegen physische Betätigung, aber nur zum Training auf das Rad zu steigen, das geht gar nicht.  Als ich im Februar 2012 wieder losgefahren bin, war ich absolut nicht fit, hatte Fieber und war erkältet, aber ich wollte los.

Fahrradfahren, die beste Therapie

Wenn es mir nicht so gut geht, geht es mir gleich viel besser, wenn ich auf dem Fahrrad sitze. Fahrradfahren ist für fast alles die beste Therapie, darum hatte ich absolut keine Bedenken mit Fieber loszufahren. Ich muss gestehen, ich wusste, in den ersten Nächten kann ich bei Freunden warm und gemütlich übernachten. So ließ ich es langsam angehen. In Deutschland ja kein Problem, wo alle paar Kilometer ein Café kommt, in dem man sich aufwärmen kann. Man muss ja nicht gleich am Anfang 100km pro Tag fahren. Ich kann doch auch mal mit 36km oder so anfangen. Es geht nicht um körperliche Fitness, man muss nur mental bereit dafür zu sein. Wenn Du es wirklich willst, schaffst Du es auch. Es ist aber, wie im wahren Leben, nicht immer ein Zuckerschlecken.

Alleine

Solo, Solo? Unverständlich in manchen Kulturen, alleine zu verreisen, wo die Familie so viel zählt. Nun möchte ich hier noch nicht alle Vorzüge des alleine Reisens verraten. Eine hast Du vielleicht schon erkannt, es drängt und puscht mich niemand. Wenn es mir danach ist, nur 36 km zu fahren, fahre ich nur 36 km, wenn es mir danach ist nur 10 km/h zu fahren, fahre ich nur 10 km/h und Berg hoch, versuche ich mehr die Aussicht zu geniessen als immer an den Berg zu denken. Darum kann ich auch total kraftlos starten. Zugegeben, in ein paar Gegenden kann man Probleme bekommen, wenn man Kurzstrecken fährt, z.B. wenn es nur selten Wasser gibt. Aber da muss man ja nicht losfahren! Dann sucht man sich eine Gegend aus, wo Wasser, Essen, Unterkunft häufiger ist. In Europa ist das kaum ein Problem.

„Looks like hard work“

Es war immer auch eine Spur von Neid in dem Kommentar,“Sieht nach harte Arbeit aus“. Zumindest ich wollte nie mit einem Autofahrer tauschen und schon dreimal nicht mit der Frau als Beifahrerin. Wenn Du es als harte Arbeit sieht, ist es harte Arbeit. Wenn Du es als Vergnügen sieht, ist es auch Vergnügen. Das ist wie vorher erwähnt mit dem Berg hochfahren. Es spielt sich im Kopf ab. Du entscheidest, ob Du die Aussicht geniesst oder Dich ärgerst, dass Du den Berg hoch fahren musst. Es ist mir meistens egal, ob ich eine Stunde früher oder später oben an komme, ich bin doch nicht in einem Rennen.

Irgendwann tut auch der Hintern nicht mehr weh. Also, wann geht’s los?

Nicht fit? Dann am besten Morgen los fahren, vielleicht kommst Du dann fit ins Neue Jahr.

Falls es irgendwelche Bedenken, Hindernisse, Bemerkungen gibt, freue ich mich über einen Kommentar.

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